Leipziger Volkszeitung
20.08.2004 Fans halten Lok die Treue, Leipziger Verband reagiert!
"Ich rechne mit 1500 Fans", sagt Steffen Kubald genau eine Woche vor dem Tag X, dem ersten Pflichtspiel des neu gegründeten 1. FC Lok, Nachfolger des insolventen VfB Leipzig. Der Vereinschef meint tatsächlich das Pokalmatch unter Flutlicht zwischen dem Probstheidaer Elftligisten und dem TSV Böhlitz-Ehrenberg (8. Liga). Nach den Testspielen der Schützlinge von Trainer Rainer Lisiewicz sieht das nicht nach Wunschdenken der Lok-Führung aus. Beispiele: Das 9:0 gegen TSV 1886 Markkleeberg sahen 600 Zuschauer, beim 2:4 gegen Bezirksligist Krostitz waren 400 dabei. Genau deshalb legte sich der Fußballverband Stadt Leipzig (FVSL) fest, dass die Gastgeber gegen Lok drei Ordner selbst stellen müssen. Der Verein aus dem Plache-Stadion dagegen hat für jeweils weitere 100 Zuschauer einen Sicherheitsmann mit zu bringen. "Mehr ist nicht nötig", ist sich FVSL-Chef Willi Wassel sicher, "wir wollen doch diese Spiele nicht von vorn herein kriminalisieren." Um indes unnötige Hektik auf dem Spielfeld zu verhindern, schickt der Verband zu den Lok-Partien erfahrene Schiedsrichter, die mindestens für die Stadtliga eingestuft sind. Assistenten an den Linien seien nicht nötig. "Die Spiele laufen doch sowieso nur auf ein Tor", erklärt der Präsident augenzwinkernd. Außerdem gebe es bei Bedarf einen Strafenkatalog. Coach Lisiewicz ist mit seinen Jungs zufrieden: "Wir haben mit Trommer und Wimberger zwar zwei dabei, die bereits viel höher aktiv waren. Aber die anderen spielten bisher nur zwischen Bezirksliga und 2. Kreisklasse. Da kann man nach vier Wochen keine Wunderdinge erwarten." Der Unterschied liege eben noch darin, dass seine Männer längst nicht so abgezockt sind wie die meist höherklassigen Testgegner. "Mit einem wie Aerdken, der gegen uns zweimal traf, hätten wir auch in Krostitz gewonnen", mutmaßt der 54-Jährige.


Norbert Töpfer
Bild Zeitung
16.08.2004 Schützenfest: Lok siegt 9:0 gegen Liga 10!
Schützenfest für den 1.FC Lok! Bei 1886 Markkleeberg (2. Kreisklasse) gab`s ein 9:0. René Heusel traf vor 450 Fans dreifach, Ronny Richter doppelt. Trainer Rainer Lisiewicz: "Tolle Tore. Das zeigt, welches Niveau wir haben." Lok startet noch eine Klasse tiefer ...
Bild Zeitung
12.08.2004 1.FC Lok ab in das BFC-Camp!
Vorbereitung auf die 2. Liga! Die Fußballfrauen des 1.FC Lok düsten bis Sonntag ins Sportzentrum Uckley (bei Berlin). Da bereitete sich einst auch DDR-Rekordmeister BFC vor. Der Mannschaftsbus zuvor schwer beladen - mit über 40 Kisten. Bier? Nee, was fast so aussieht, ist einfach nur Apfelschorle. Damit die Mädchen bei bis zu vier Trainingseinheiten am Tag ihren Durst löschen können. Die Lok-Männer indes blieben daheim. Testen heute (19 Uhr) bei der zweiten Mannschaft von Bad Lausick (Stadion am Bad).
Bild Zeitung
09.08.2004 Lok unter Volldampf!
Der 1.FC Lok (11. Liga) weiter unter Volldampf. Beim Test in Dahlen (Bezirksklasse/7. Liga) gab`s vor 265 Fans ein 1:0. Ronny Richter (66.) sorgte für das goldene Tor. Und machte Trainer Rainer Lisiewicz glücklich, der in Dahlen einst das Fußball-ABC erlernte.
Leipziger Volkszeitung
06.08.2004 Aue und Lok stehen vorm Traualtar!
Was lange währt, wird bekanntermaßen irgendwann gut - auch im Fall der Kooperation zwischen Lok Leipzig und Erzgebirge Aue. Nach einem konspirativ anmutenden Treffen in einer Leipziger Kneipe ist die schriftliche Fixierung des beiderseits segensreichen Deals laut Lok-Boss Steffen Kubald "Formsache - es geht nur noch um zwei kleinere Zuarbeiten unsererseits." Der Zweitligist steuert künftig 110.000 Euro zum Lokschen Jahresetat (330.000) bei, hat im Gegenzug Zugriff auf die Probstheidaer Talente. Dass sich Aue in Leipzig lediglich betätigt, um die strengen Auflagen der Deutschen Fußball-Liga (DFL) bezüglich eines Nachwuchszentrums zu erfüllen, weist ein Sprecher zurück. "Wir verfügen seit dem Zweitliga-Aufstieg über ein entsprechendes Zentrum." Könnte durchaus sein, dass sich dort bis dato zu wenige Talente tummelten. Den 1:0 Testsieg des FC Lok in Naunhof verfolgten übrigens sensationelle 693 Zuschauer.


Guido Schäfer
Bild Zeitung
05.08.2004 1:0 - Lok gelingt der erste Erfolg!
Na, das kann sich doch sehen lassen. Im 3. Test gab`s für den neuen 1.FC Lokomotive den ersten Sieg - 1:0 beim Bezirksligisten (!) Naunhof. Das goldene Tor vor 693 Fans erzielte Ronny Richter (13.). Trainer Rainer Lisiewicz stolz: "Damit hätte ich nie gerechnet. Ein historischer Erfolg."
Leipziger Volkszeitung
04.08.2004 Geheimtreffen zwischen Lok und Erzgebirge Aue!
Die schriftliche Fixierung der Kooperation zwischen Elftligist Lok Leipzig und Zweitligist Erzgebirge Aue ist offenbar geheime Kommandosache. Auch satte acht Wochen nach Zusendung des Leipziger Vertragsentwurfs drücken sich die Verantwortlichen um aussagekräftige Statements, wann es zum formalen Akt kommt. Aus Reihen der Erzgebirgler hieß es, dass die mündliche Einigung vollzogen sei und man dazu stehe. Die Perspektive stimme nach wie vor, daran habe die Völkerwanderung diverser Nachwuchskräfte von Probstheida nach Leutzsch nichts geändert. Lokführer Steffen Kubald zweifelt eben wenig am Zustandekommen des Deals, der jährlich 110.000 Euro in die Kasse der Loksche spülen soll. Nach unseren Informationen treffen sich heute Abend Abordnungen beider Parteien in Leipzig. Zu einem Vertragsabschluss wird es dabei nicht kommen, FCE-Boss Uwe Leonhard urlaubt. Der schon jetzt Kultstatus genießende 1.FC Lok plant übrigens ein oder mehrere Gastspiele im Zentralstadion, der einstigen Stätte großer Triumphe.


Guido Schäfer
Bild Zeitung
03.08.2004 Rosige Zeiten!
Mit Mainz ist er in die Bundesliga aufgestiegen. Aber im Herzen bleibt Marco Rose (27) trotzdem Leipziger. Der A-Jugend des 1.FC Lok (sein Vater Jürgen ist da Co-Trainer) schenkte er einen kompletten Trikotsatz von Ausrüster "Lotto": "Keine Ahnung, wie teuer der ist. Die Rechnung habe ich noch nicht." Den Lok-Nachwuchs unterstützt zudem die Firma "Schindler-Aufzüge" (Trainingsanzüge, Shirts). Und das Sicherheits-Unternehmen "S.K.I." bleibt den Talenten als Trikotsponsor für ein weiteres Jahr erhalten.
Bild Zeitung
02.08.2004 650 Fans schauen einem Elftligisten beim Test zu!
Die zwei Polizisten vom Revier Süd rollten in ihrem Streifenwagen immer wieder nervös im Plache-Stadion vor. Konnten anscheinend gar nicht glauben, was da am Samstag Morgen abging. Da fanden sich um halb Elf doch tatsächlich 650 Fans ein, die ihren 1.FC Lok im Test gegen Blau-Weiß Leipzig sehen wollten. In der elften Liga. Und für drei Euro Eintritt... Wenn man die Mamas so mit ihren Kinderwagen sah, die Papas beim friedlichen Biertrinken - da konnte man fast von einem gemütlichen Familienausflug sprechen. Freundlicher Applaus begleitete die neue "Loksche" zudem bei jeder gelungenen Aktion. Und da gab es so einige: Kühn (4.) und Heusel (15.) trafen gleich mal zum 2:0. Dass Werner (34./71.) mit zwei Freistößen und zwischendurch Wohlfahrt mit einem Elfer (60.) noch fürs 2:3 sorgten - störte nicht wirklich. Trainer Rainer Lisiewicz: "Es gibt zwar noch ein paar Schwachpunkte. Aber man sah, dass wir auf jeden Fall das Niveau des Gegners hatten." Und der spielt immerhin Bezirksklasse, vier Ligen höher. Einen Hauch von Bundesliga wird`s heute geben. Ex-Leipziger Marco Rose (Mainz) ist zu Gast. Übergibt dem Lok-Nachwuchs einen Satz Trikots. Alte Liebe rostet eben doch nicht. Toll!


André Schmidt und Ronny John
Leipziger Volkszeitung
02.08.2004 1.FC Lok verliert Test vor 650 Fans mit 2:3!
Der neu gegründete Fußballclub 1.FC Lok Leipzig unterlag am Sonnabend vor rund 650 Zuschauern dem Bezirksklassisten VfK Blau-Weiß Leipzig mit 2:3. Die Lisiewicz-Elf ging bei ihrer Heimpremiere im Plache-Stadion durch Treffer von Kühn (4.) und Heusel (15.) in Front. Der ehemalige VfB-Mann Ronald Werner, Spielertrainer der Gäste, erzielte zwei Freistoßtreffer (34./71.), bei denen Hüter Bänsch schlecht aussah. Wohlfahrt (60.) markierte per Foulelfmeter den zwischenzeitlichen Ausgleich. Obwohl Gästespieler Rochal nach 15 Minuten Rot sah, einigten sich beide Teams, in Halbzeit zwei wieder 11 gegen 11 zu spielen.


MaLö
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