Sachsen Sonntag
20.06.2004 1.FC Lok ist weiter auf Spielersuche!
Die Spielersuche beim 1.FC Lokomotive Leipzig für die kommende Saison in der 3. Kreisklasse läuft derzeit voll auf Hochtouren. Schließlich muss eine komplett neue Mannschaft gefunden werden. Insgesamt konnte Neu-Trainer Rainer Lisiewicz am vergangenen Dienstag 16 "Vor-Spieler" zur ersten Sichtung begrüßen. Vom Hobby-Kicker bis zum erfahrenen Bezirksklasse-Kicker war alles dabei. Auch am kommenden Dienstag (18 Uhr) können noch einmal "alle Spieler, die sich das zutrauen", beim 1.FC Lokomotive Leipzig vorspielen. Und am vergangenen Dienstag waren bereits einige Spieler dabei, die den neuen Trainer Rainer Lisiewicz überzeugt haben. Berechtigte Hoffnungen, in der kommenden Saison das Lok-Trikot zu tragen, können sich André Baranowski (TuS Leutzsch), Tom Franke (Einheit Ost) und Alexander Schöne (Thekla) machen. Mit dem 39-jährigen Torjäger Frank Wimberger vom Bezirksligisten FSV Krostitz und dem ehemaligen VfB Leipzig-Kicker Uwe Trommer, der für die Probstheidaer noch in der Bundesliga spielte, wurden bereits zwei alte Hasen unter Vertrag genommen. Ansonsten wird sich das Team in der kommenden Spielzeit überwiegend auf jungen Spielern zusammensetzen. "Bis zum 1. Juli soll das Team endgültig stehen", so der Vorsitzende des 1.FC Lokomotive Leipzig, Steffen Kubald. Insgesamt plant man bei Lok mit einem Gesamt-Etat von 300.000 Euro. Diesen gilt es in den nächsten Wochen vollständig abzusichern. Derzeit hat der Verein etwa 300 passive Mitglieder. Am 1. Juli kommen noch einmal 250 aktive Frauen und Kinder dazu. Gespielt werden soll übrigens auch in der dritten Kreisklasse in Probstheida. "Der Mietvertrag wir demnächst unterschrieben." Bei den Heimspielen rechnet man bei Lok mit etwa 300 bis 400 Zuschauern. "Soviel werden dann sicherlich auch zu den Auswärtsspielen mitkommen. So groß sind die Entfernungen ja in der 3. Kreisklasse nicht", so Kubald. Mit Spannung erwartet der Lok-Vorsitzende die morgige Auslosung für die erste Runde des Stadtpokals. "Vielleicht bekommen wir ja gleich Roter Stern zugelost. Das wäre ein echter Kracher, da würden mit Sicherheit viele Zuschauer kommen." Stolz ist Steffen Kubald vor allem auf das starke Frauenteam, das in der kommenden Saison in der Zweiten Bundesliga spielen wird. "Damit spielen wir in der höchsten Spielklasse der Stadt. Das ist natürlich super", freut er sich. Fast unter Dach und Fach ist derzeit auch die Kooperation mit dem Zweitligisten Erzgebirge Aue für die Jugend-Abteilung. Der Lok-Faustpfand sind hier vor allem die A- und B-Jugendteams. "Die Verträge mit Erzgebirge Aue werden derzeit noch erarbeitet, aber ich denke, das wird kein Problem mehr", so Kubald hoffnungsvoll.
Andreas Wendt
Leipziger Volkszeitung
18.06.2004 Coach Lisiewicz: Tippeltappel-Tour sparen!
Casting wird es beim Film genannt, Probetraining beim Fußball. Dass es so etwas aber in der niedrigsten Spielklasse gibt, ist einmalig. Beim neugegründeten 1. FC Lok ist das seit dieser Woche Alltag. Vielleicht halten die Probstheidaer damit Einzug ins Guinessbuch der Rekorde. 16 Akteure präsentierten sich Trainer Rainer Lisiewicz, der mit 250-Punkt- und Pokalspielen große Zeiten im Plache-Stadion erlebte. "Eine bunte Mischung war da, vom Volkssportler bis hin zum Bezirksligaspieler. Ich muss erst sichten. Ein bestimmtes Niveau, ich denke mindestens Stadtliga, brauchen wir", so der 54-Jährige, der zuletzt Viertligist Grimma trainierte. Klar, dass sich aus der Oberliga-Mannschaft des insolventen VfB kein Akteur diese Klasse antut. Lisiewicz ist deshalb froh, dass es so viele Anfragen gibt. Auch nächsten Dienstag (18 Uhr: Plache-Stadion) haben Spieler die Chance, sich zu empfehlen. Der Kader soll bis 30. Juni feststehen. Damit eine geordnete Vorbereitung bis zum Punktspielstart am letzten August-Wochenende absolviert werden kann. Vorwiegend junge Leute sollen den Durchmarsch nach oben in Angriff nehmen. Führen werden sie mit Uwe Trommer und Frank Wimberger zwei "Enddreißiger", die über höherklassige Erfahrung verfügen. Dem Trainer geht es dabei zwar um den Erfolg, "aber die neue Elf soll auch guten Fußball spielen, für unsere treuen Fans". Er ist sich sicher, dass die Aufbruchstimmung im Verein genutzt werden muss. Ob die Euphorie aber anhält, wenn Lok in zwei Jahren nach zwei geplanten Aufstiegen in Liga neun angekommen ist, sei fraglich. Aus diesem Grund hofft der Coach, einige Klassen überspringen zu können. "Wir wollen doch in fünf Jahren Regionalliga spielen", verrät er augenzwinkernd. "Wir müssen einen Verein finden, der die Klasse mitbringt, der mit uns fusioniert. Die Tippeltappel-Tour bis hoch möchte ich uns ersparen." Lisiewicz ärgert sich darüber, dass er die Insolvenz des Bezirksklassen-Teams Mockrehna zu spät mitbekommen hat. "Wir hätten vier Jahre überspringen können." Seine mit der 3. Kreisklasse unterforderten Kicker will der Coach mit Tests gegen höherklassige Gegner in Schwung bringen. Sollte es mit der Vereinigung mit einem höherklassigen Verein klappen, dürfte es für Spieler der Probstheidaer Nachwuchs-Teams durchaus reizvoll sein, dem 1. FC Lok treu zu bleiben. Testspiele des 1. FC Lok (alle auswärts): 21.7., 18 Uhr: Lipsia Eutritzsch; 4.8., 19 Uhr, Partheland Naunhof; 15.8., 15 Uhr: TSV 1886 Markkleeberg; 17.8, 18 Uhr: FSV Krostitz.


Norbert Töpfer
Bild Zeitung
17.06.2004 Coach Lisiewicz: "Wir spielen nicht um eine Kiste Bier"!
Das sieht man selten in der 3. Kreisklasse: 50 Fans beim Auftakttraining! Die erste Einheit beim 1.FC Lok - 16 Spieler boten sich an. Kamen in eigenen Freizeitoutfits, weil es noch keine Vereinskluft gibt. Am Ball auch einige, die seit Jahren in keinem Verein waren. Und gleich beim Jonglieren bei Trainer Rainer Lisiewicz durchfielen. "Es soll eine ernsthafte Geschichte werden. Wir spielen hier nicht um einen Kasten Bier." Überzeugt haben ihn fürs erste André Baranowski (TuS Leutzsch), Tom Franke (SV Eintracht 96) und Alexander Schöne (Thekla). Zu dem ist der Wechsel von Torjäger Frank Wimberger (39) von Bezirksligist FSV Krostitz perfekt.


Ronny John
Bild Zeitung
15.06.2004 1.FC Lok: Heute das erste Training!
Dritte Kreisklasse - normalerweise eine Spielwiese für Rumpelfüßler... Der 1.FC Lokomotive (Nachfolger von Pleiteklub VfB) will von hier aus wieder nach ganz oben durchstarten. Heute (18 Uhr) pfeift Coach Rainer Lisiewicz zum ersten Sichtungstraining. Mit Spieler, die sich per Mail oder Anruf beworben haben. "Das wird dennoch keine Gurkentruppe. Fast alle haben schon Stadtklasse oder Bezirksklasse gespielt", so Lisiewicz. "Dazu kommen vielleicht noch zwei, drei Kracher." Damit meint er Männer wie Uwe Trommer (spielte für den VfB erste Liga) oder Frank Wimberger (Oberliga/Grimma). Nächste Woche gibt`s ein zweites Vorspielen. Dann soll der 20-Mann-Kader stehen.

Adrian Wittwer
Leipziger Volkszeitung
15.06.2004 Wiese nicht zum 1.FC Lok!
Der geplante Wechsel von Stürmer Aleksej Wiese von Rotation 1950 zum 1.FC Lok ist geplatzt. Der 30-Jährige wird der Reserve-Mannschaft seines Vereins zur Verfügung stehen.
Leipziger Volkszeitung
12.06.2004 VfB-Nachwuchs darf beim 1.FC Lok weiter spielen!
Sonntag tragen die A-Junioren des VfB Leipzig ein immens wichtiges Spiel statt. Sie müssen beim VfL Wolfsburg erfolgreich sein, wenn sie den Verbleib in der Bundesliga noch packen wollen. Sollten ihnen das tatsächlich gelingen, so gäbe es trotzdem das Aus. Der DFB hat nämlich die Reißleine gezogen, erlaubt nicht, dass die Junioren des insolventen VfB ihre Spielklasse mitnehmen, wenn sie ab 1. Juli unter dem Namen des neu gegründeten 1. FC Lok Leipzig aufspielen würden. "Der Verein ist nicht Rechtsnachfolger des VfB Leipzig", begründet Bernd Barutta in Frankfurt/Main die Entscheidung. Der Leiter der Junioren-Abteilung beim DFB verweist auf eine Sitzung des Bundesliga-Zulassungsausschusses am 25. Mai, in der dieser Spruch gefällt wurde. Es gibt keine Paragraphen, die einen solchen im Nachwuchs-Bereich auf dieser Ebene zulassen würden. Im Fußball der Erwachsenen sieht das anders aus, wie das Beispiel der VfB-Frauen zeigt, die sich dem 1. FC Lok anschlossen, ihre Spielklasse mitnahmen und ab kommender Saison in der 2. Bundesliga spielen. "Der Fakt ist richtig", erkennt Steffen Kubald an. "Wir hätten ja sämtliche Lasten des insolventen Vereins am Hals." Der 1. Vorsitzende des 1. FC Lokomotive Leipzig will jedoch die exklusive Junioren-Spielklasse nicht so ohne weiteres aufgeben. "Sollte den Jungs der Bundesliga-Erhalt gelingen, dann werden wir beim DFB Einspruch einlegen. Wir wollen ihnen dann die Klasse erhalten." 14 Tage hätten die Probstheidaer dafür Zeit. Kommt es zum Abstieg, dann treten die A-Junioren künftig sowieso in der Regionalliga an. Anders verfährt der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV). Zwar steht der Entscheid an diesem Wochenende erst noch aus, doch es dürfte feststehen: Die B-Junioren des VfB kicken nächste Saison statt des VfB- mit dem Lok-Emblem auf der Brust. "Voraussetzung ist der mehrheitliche Übertritt der Aktiven in den neuen Verein", begründete Gerhard Rössel (Gera), Spielleiter der NOFV-Regionalligen, die zu erwartende Entscheidung, die heute in Berlin auf der Sitzung des Jugendausschusses gefällt wird. Zwar steht die Bestätigung des Vorstandes dann noch aus, "aber wir wollen ganz einfach so entscheiden, weil es sonst schade um die Spieler wäre, die sich diese Klasse ja sportlich erkämpft haben" (Rössel). Er verweist dabei auf einen Präzedenzfall, der in ähnlicher Weise in Greifswald im vorigen Jahr geschah. Rössel: "Da wurde auch zu Gunsten der Spieler entschieden, die ihre Spielklasse beim Vereinswechsel behalten durften." Das hört Kubald natürlich gern, würde sich doch per 1. Juli die Mitgliederzahl des 1. FC Lok beträchtlich erhöhen. Von derzeit 276 stiege sie dann mit den Nachwuchs-Akteuren auf 700. Die VfB-Mitglieder werden übrigens angeschrieben, sollen sich entscheiden, ob sie zum 1. FC Lok übertreten oder nicht. "Das alles ist mit dem Insolvenzverwalter Herrn Striewe abgestimmt", bestätigt Kubald. Noch ist er mit seiner Führungsmannschaft dabei, den Vereins-Etat für die neue Saison zu stemmen. Etwa 300.000 Euro wollen die Probstheidaer zusammen bekommen. Davon kämen ein Drittel vom Kooperationspartner FC Erzgebirge Aue, ein Drittel von Sponsoren und der "Rest" soll aus Beiträgen, Werbung und anderen Marketing-Aktivitäten fließen. Ob alles so aufgeht, ist offen. "Klar ist auf jeden Fall, dass der Großteil der Gelder in den Nachwuchs fließt, in der Männermannschaft ist kein Geld zu verdienen", erklärt Kubald. Die "Großen" müssen bekanntlich den Spielbetrieb in der 3. Kreisklasse aufnehmen, und das im traditionsreichen Bruno-Plache-Stadion. Wenn denn die Konditionen stimmen, die im ab 1. Juli geltenden Pachtvertrag festgeschrieben werden. Eine Summe wollte Kubald dafür noch nicht nennen.


Eberhard Schmiedel
Leipziger Volkszeitung
11.06.2004 DFB: Keine Lizenz für VfB-Junioren!
Nun hat der Deutsche Fußball-Bund ein Machtwort gesprochen und mitgeteilt: Der 1. FC Lok Leipzig wird nicht als Rechtsnachfolger des insolventen VfB Leipzig anerkannt Aus diesem Grund verfallen auch die Spielrechte für die A-Junioren-Bundesliga. Wie von Uwe Leonhardt, Präsident des Zweitligisten FC Erzgebirge Aue zu hören war, wird dessen Verein seine Kooperation mit dem 1. FC Lok aufrecht erhalten und das Sichtungssystem vorantreiben. In der nun zu Ende gehenden Saison haben die A-Junioren der Probstheidaer am Wochenende die letzte Bundesliga-Partie zu absolvieren. Sie treten beim VfL Wolfsburg an (11 Uhr). Der VfB nimmt derzeit den 12. Platz von 14 Mannschaften ein. Nach der Insolvenz des VfB Leipzig haben sich inzwischen 25 Fußball-Talente des Vereins von der A- bis zu den C-Junioren bereit erklärt, künftig im neuen Nachwuchszentrum des FC Sachsen Leipzig zu spielen.


Eberhard Schmiedel
Leipziger Volkszeitung
08.06.2004 Wiese von Rotation zum 1.FC Lok?
Stürmer Aleksej Wiese von Bezirksliga-Absteiger Rotation 1950 soll sich bereits mit dem 1.FC Lokomotive über einen Wechsel einig sein. Auch Akteure von Bezirksligist TuS Leutzsch sind beim Verein der 3. Kreisklasse in Probstheida im Gespräch.
Leipziger Volkszeitung
04.06.2004 Lisiewicz: "Der 1.FC Lok ist doch kein normaler Kreisklasse-Verein"!
Von 1968 bis 1978 stürmte er für den 1. FC Lok Leipzig in DDR-Oberliga und Europacup, jetzt kehrt Rainer Lisiewicz, 54, zu seinen Wurzeln zurück - als Trainer in der 3. Kreisklasse, wo Lok als Nachfolger des bald liquidierten VfB neu beginnen muss. Frage: Sind Sie sentimental? Rainer Lisiewicz: "Eigentlich nicht." Warum sonst lässt sich ein Mann, der Grimma in die vierte Liga führte, auf die unterste Spielklasse ein? "Nach einem Jahr Pause brauche ich wieder Fußball, will meiner Frau nicht auf den Wecker fallen. Anderswo hätte ich sofort in der Landesliga anfangen können, aber aus beruflichen Gründen kann ich nicht weg aus der Region Leipzig. Dann kam die Anfrage von Lok. Das Konzept hat mich überzeugt. Ich habe den Verein ja nie aus den Augen verloren." Haben Sie denn keine Angst, belächelt zu werden? "Einige werden das sicher tun. Es ist mir egal. Ich bin überzeugt, dass dieser Traditionsverein wieder nach oben kommt, will Zeichen setzen, für einen Schub sorgen Bisher spüre ich nur Zustimmung." Was macht Sie außer Nostalgie-Gefühlen noch optimistisch? "Es gibt Sponsoren, die Kooperation mit Aue, gute Trainingsbedingungen, immer noch ein großes Fanpotenzial, viel Trotz und eine arbeitsfähige Führung. Wir fangen nicht bei Null an, das hier ist doch kein normaler Kreisklasse-Verein." Haben Sie mal ausgerechnet, wie alt Sie sein werden, wenn der 1. FC Lok wieder in der Oberliga spielt? "Mit 65 hätte ich genau das richtige Alter für einen Bundesliga-Trainer. Quatsch. Ich hoffe, dass wir nicht die komplette Tippeltappeltour gehen müssen, sondern bald einen Partnerverein finden und so einige Spielklassen überspringen können." Mit wem werden Sie in der elften Liga zum Hobby-Fußball antreten? "Wir meinen es ernst, werden zweimal die Woche trainieren. Ich habe eine Spielerliste, die ich abarbeiten werde. Im Juli geht`s dann los. Im Notfall würden auch Ex-Profis wie Uwe Trommer einspringen." Der Schwerpunkt bei Lok liegt vorerst im Nachwuchs. Mischen Sie da mit? "Ich möchte die Regie im gesamten sportlichen Bereich übernehmen. Wir werden alle Altersklasse besetzen. Probleme gibt`s nur bei der A-Jugend. Selbst wenn das VfB-Team noch den Bundesliga-Klassenerhalt schafft, wird Lok vom DFB wohl keine Lizenz erhalten." Sie betreiben Sonnenstudios, sind finanziell unabhängig. Für wie lange und zu welchen Konditionen unterschreiben Sie in Probstheida? "Vielleicht für ein Jahr, vielleicht für fünf. Ich überlege noch. Mehr als eine Aufwandsentschädigung will und brauche ich nicht. Das war schon in Grimma so. Dort habe ich bewiesen, dass ich einen Verein nach oben bringen kann."


Steffen Enigk
Bild Zeitung
03.06.2004 Lisiewcz zum 1.FC Lok - Warum tut sich dieser Trainer Liga elf an?
Zurück zu den Wurzeln. Auch wenn sie inzwischen noch so tief liegen... Rainer Lisiewicz (54) heißt der Trainer des 1.FC Lokomotive. Klub-Chef Steffen Kubald: "Er will es allen zeigen, wir auch. Das passt." Allerdings muss man sich jetzt fragen, was Lisiewicz (früher beim Oberligisten Grimma) an Liga elf reizt. Denn für den Nachfolgeverein von Pleite-Klub VfB gibt`s den Neuanfang ab Sommer in der 3. Kreisklasse. Zunächst muss man wissen: Lisiewicz stürmte für den 1.FC Lok früher schon mal durch die DDR-Oberliga (1968/78). Zudem ist er auf das große Geld nicht mehr angewiesen. Mit Sonnenstudios hat er sich inzwischen selbstständig gemacht. Eine Aufwandsentschädigung bekommt er natürlich trotzdem. "Ich sehe mich als verantwortlichen Manager für den gesamten sportlichen Nachwuchs", sagt Lisiewicz. Und fügt augenzwinkernd hinzu: "In der 3. Kreisklasse brauchst du doch eigentlich gar kein Training - auch wenn wir diese Liga natürlich trotzdem ernst nehmen." Sein Vertrag läuft zunächst ein Jahr. Eine Verlängerung wird auch davon abhängig sein, ob Lok nächste Saison Spielklasse überspringen kann (durch Kooperation mit anderen Vereinen). Lisiewicz: "So langsam komme ich ja in die Jahre ..." Nicht zuletzt: 20 Spieler hat er bereits zur Verfügung!


André Schmidt
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