Thüringer Allgemeine
31.08.2004 Neuanfang im Stadtpokal!
Es war eine erfolgreiche Rückkehr für den ehemaligen Europapokalfinalisten Lok Leipzig im ersten Pflichtspiel seit 13 Jahren. Mehr als 3.200 Anhänger feierten nach dem 8:0 Erfolg im Stadtpokal gegen den Achtligisten Böhlitz-Ehrenberg die "Wiederauferstehung" ihres Kultklubs, der nach seiner Neugründung im Juli 2004 die Nachfolge des insolventen ersten deutschen Meisters VfB Leipzig antrat. "Es kam mir vor wie vor 30 Jahren, als wir noch im Zentralstadion im Europapokal spielten", beschreibt Lok-Trainer Rainer Lisiewicz die Atmosphäre bei Flutlicht im Bruno-Plache-Stadion. Als offensiver Mittelfeldspieler erlebte der Diplom-Sportlehrer, der 141 Oberliga- und 12 Europapokalspiele bestritt, in den 70ern noch bessere Zeiten seines 1.FC. An die möchte der mittlerweile 54 Jahre alte frühere Spielmacher so schnell wie möglich wieder anknüpfen. Nahziel ist deshalb eine Fusion mit einem höherklassigen Verein, der bereit ist, dafür seine Identität aufzugeben. "Je eher das passiert, desto besser", so der Lok-Trainer. "Wir müssen alles daransetzen, um die momentane Begeisterung wach zu halten. Lok gehört schon auf Grund seiner Tradition nicht in die dritte Kreisklasse. Stichtag für den viermaligen FDGB-Pokalsieger (1976, 1981, 1986, 1987) und dreimaligen Oberliga-Vizemeister (1967, 1986, 1988) ist der 31. Mai 2005. Bis dahin muss eine Fusion beim regionalen Verband angemeldet sein. Klub-Chef Steffen Kubald hat indes ganz andere Probleme. Der Etat von 400.000 Euro ist noch nicht gedeckt. "Es sieht aber ganz gut aus", sagt Kubald. Eine 100-prozentige Deckung des Etats wäre notwendig, um auch den Spielbetrieb der anderen Fußball-Abteilungen nicht zu gefährden. Die Lok-Frauen spielen in der zweiten Liga, die A- und B-Jugend jeweils in der Regionalliga. Beides kein billiges Unterfangen. Dementsprechend wichtig wäre es auch, wenn die Massen weiter zu den Heimspielen strömen würden, auch wenn der angestrebte Saisonschnitt von 300 Zuschauern durch die Pokal-Partie bereits erreicht wurde. Bis es Lok seinem Vorgänger, dem dreimaligen Meister VfB Leipzig (1903, 1906, 1913), nachmachen und in der ersten Liga um den Titel kämpfen kann, dürfte aber noch viel Zeit vergehen. Bis dahin bleiben Auftritte im neuen 44.000 Zuschauer fassenden Zentralstadion dem Erzrivalen Sachsen Leipzig vorbehalten. Der - und das zeigt die derzeit trostlose Lage des Leipziger Fußballs - kickt aber auch nur in der vierten Liga.
Bild Zeitung
31.08.2004 Lok dampft heute in Holzhausen an!
Für den 1.FC Lokomotive steht heute (18.30 Uhr) in Holzhausen ein weiteres Testspiel an. Sonntag (15 Uhr) wird`s dann in Liga elf ernst. Dann gibt`s das erste Punktspiel gegen die zweite Mannschaft des SV 1910 - im Rahmen eines großen Familienfestes im Plache-Stadion


Adrian Wittwer)
Leipziger Volkszeitung
31.08.2004 2.FC Lok gegen 1.TSV!
Die Verantwortlichen des 1.FC Lokomotive Leipzig hatten eine tolle Idee, als sie die Plakate für das Stadtpokalspiel gegen die Böhlitz-Ehrenberger im Stil der früheren Lok-Plakate drucken ließen. Der kleine Fehler, der ihnen dabei unterlief, hatte keinerlei negative Wirkung, denn die Resonanz war mit (inoffiziell) 5000 Besuchern großartig. Doch der Gegner heißt "TSV" anstatt "1.TSV", wie da nicht ganz korrekt zu lesen stand. Es können schließlich auch nicht alle die Ersten sein. Vielleicht bringt die "Loksche" ihre extra im Namen fixierte Priorität irgendwann sogar in Gefahr, wenn sie sich nur ungenügend mit den Gegnern befasst und nicht weiß, wie diese richtig heißen. Zudem könnte es passieren, dass sie andernorts gar als 2. FC Lok angekündigt wird. Was wiederum so ganz falsch gar nicht wäre ...


Frank Müller
Bild Zeitung
30.08.2004 Fußball-Wahnsinn: Die "alte Lok" dampft wieder!
Der Fußball-Wahnsinn hat einen neuen Namen - 1.FC Lokomotive! "Trainer, war das ein geiler Abend", herzte Vierfach-Torschütze René Heusel seinen Chef Rainer Lisiewicz (54) nach dem 8:0 gegen Böhlitz-Ehrenberg. Und der hatte richtig Tränen in den Augen: 2Das ich so etwas in meinem Alter noch erleben darf..." Damit meinte er weniger das Ergebnis (was Lok den Einzug in die zweite Pokalrunde ermöglichte). Sondern vielmehr die Gänsehaut-Stimmung im Plache-Stadion. 3.300 Fans waren da. Offiziell. Fast 5000 sollen es jedoch gewesen sein, die ihre Helden mit bengalischen Feuern und noch Minuten nach dem Abpfiff mit standing ovations feierten. "Die alte Lok dampft wieder." Das war auf einem Plakat zu lesen. Nostalgische Erinnerungen an die großen Europapokal-Zeiten des Klubs. Nach dem Neubeginn als Nachfolger von Pleite-Klub VfB ist nun vorerst Liga elf an der Tagesordnung. Aber mit diesen Fans im Rücken wird es ganz schnell wieder aufwärts gehen. Garantiert.


André Schmidt und Ronny John
Bild Zeitung
28.08.2004 Total irre: 1.FC Lok siegt vor 3.300 Fans!
Unglaublicher Pflichtspiel-Auftakt für Elftligist 1.FC Lok: Im Pokal siegte man 8:0 gegen Stadtligist Böhlitz-Ehrenberg (8. Liga). Vor 3300 Fans! Irre: Der Anpfiff musste sogar 17 Minuten verschoben werden, weil vor den Kassen noch Hunderte warteten. Klub-Chef Steffen Kubald: "Davon hätten wir nicht zu träumen gewagt." Die Mannschaft bedankte sich mit acht blitzsauberen Toren. Vier Mal traf René Heusel, zudem Richter (3) und Hänisch. Bei den Böhlitzern flogen Kind (56./Rot) und Kund (57./Ampelkarte) runter. Trainer Rainer Lisiewicz: "Absolute Gänsehaut-Atmosphäre. So etwas habe ich noch nie erlebt." Übrigens: Trotz der Klatsche durfte sich auch Gegner Böhlitz-Ehrenberg freuen. Die kassierten die Hälfte der Zuschauereinnahmen. Immerhin rund 5.000 Euro.


Ronny John
Leipziger Volkszeitung
28.08.2004 3200 Zuschauer feiern Premiere des 1.FC Lok
Eigentlich war es gestern ein Trauertag für Leipzigs Fußball. Der 1.FC Lok trat zum Cupspiel an - und das im Stadtpokal gegen den TSV Böhlitz-Ehrenberg. Das war vor zehn Jahren noch ganz anders. Fast auf den Tag genau spielte damals der VfB Leipzig in der 2. Bundesliga in Nürnberg. Mit 1:3 verloren die Kracht & Co. Gestern indes von Traurigkeit keine Spur: Die Fans machten aus der Premiere bei strömenden Regen ein Fußballfest. Sensationelle 3200 Zuschauer feierten den 8:0 Sieg des Elftligisten Lok gegen den Stadtligisten wie eine Meisterschaft. Schiedsrichter Christian Marettek ("Ein Spiel mit dieser Kulisse ist auch für mich etwas Besonderes") pfiff das Match mit 17-minütiger Verspätung an, weil an den Kassenhäuschen die Fans um 19.30 Uhr noch Schlange standen. Dafür entschuldigte sich Lok-Aufsichtsrats-Vorsitzender Marco Dorn in der Pause per Mikrophon. "Wir müssen auch noch lernen." Zu diesem Zeitpunkt stand es allerdings nur 1:0 für die überlegen spielenden Gastgeber. Der starke René Heusel hatte fürs historische erste Tor der neuen Loksche (12.) gesorgt. "Wir sind übermotiviert und zu nervös", kritisierte Coach Rainer Lisiewicz nach den ersten 45 Minuten. Doch in Halbzeit zwei drehten seine Jungs auf. Vor allem Heusel und der auffällige Maik Hänisch spielten die Gäste mehrfach schwindlig. Böhlitz war spätestens nach dem 2:0 (54.) durch Hänischs Elfmetertor stehend K.O. Die Zuschauer gerieten aus dem Häuschen, feierten ihre neuen Helden. Warum viele "Chemie-Schweine raus" riefen, blieb ihr Geheimnis. Den Lok-Spielern war es egal, sie erzielten Tor auf Tor und genossen den Beifall der Fans, die Fußball sehen wollten. Die Böhlitz-Ehrenberger waren inzwischen durch zweimal Rot nur noch zu neunt. Trainer Rainer Lisiewicz strahlte nun. "Wahnsinn, diese Zuschauer", schwärmte er nach dem 4:0 durch Ronny Richter. "Unsere Nervosität ist weg. Klar, die Gäste brechen jetzt ein. Das wäre ihnen aber auch mit elf Mann passiert." Der Abpfiff ging im Jubel unter. Die Premiere ist gelungen. Nächste Woche jedoch holt Lok der Alltag von Liga elf ein. Erst dann ist Stehvermögen gefragt - vom Team und den Fans.


Norbert Töpfer
Bild Zeitung
27.08.2004 Zurück in die Zukunft: Für den 1.FC Lok geht`s ab heute um den Pokal!
Wochenlang wurde am neuen 1.FC Lokomotive (Nachfolger von Pleiteklub VfB Leipzig) gebastelt. Heute (19.30 Uhr/Plache-Stadion) gibt`s den Neubeginn für den Elftligisten, das erste Pflichtspiel. Frei nach dem Motto: Zurück in die Zukunft. Böhlitz-Ehrenberg (8. Liga) ist der Gegner im Stadtpokal, der wiederum von BILD gestiftet wird. Klubchef Steffen Kubald: "Den wollen wir holen. Und zudem den Aufstieg schaffen." Trainer Rainer Lisiewicz sieht darin kein Problem: "Ich habe 15 Spieler, die durchaus höheren Ansprüchen genügen." Er fuhr sich gestern an seinem Mercedes übrigens zwei Reifen platt. Bleibt hoffentlich die einzige Panne.


André Schmidt
Leipziger Volkszeitung
27.08.2004 1.FC Lok wirbt mit alten Plakaten!
Erste Runde im UEFA-Cup 1985/86: Lok Leipzig gegen FC Coleraine Belfast. Lang, lang ist`s her. Oder doch nicht? Denn diese Begegnung lieferte die Plakatvorlage für das heutige Stadtpokalspiel des 1.FC Lok gegen Böhlitz-Ehrenberg (19.30 Uhr, Bruno-Plache-Stadion). In den vergangenen zwei Tagen wurden die kultigen Druckerzeugnisse in der Messestadt und im Umland zu Hunderten geklebt. Die Vereinsmitglieder und Anhänger des Gästeteams werden mit zwei Bussen der LVB chauffiert. Um an der Kostenschraube zu drehen, wird die Flutlichtanlage mit Stromaggregaten betrieben. Im Hintergrund laufen bereits die Planungen für den Saisonauftakt am 5. September. An diesem Tag findet ein Sommer- und Familienfest statt. "Aus den Lok-Spielen müssen Highlights werden," ist Aufsichtsrat Marco Dorn überzeugt. Bis auf Frank Wimberger, hinter dessen Einsatz verletzungsbedingt noch ein Fragezeichen steht, kann Trainer Rainer Lisiewicz auf seine erste Elf setzen. "Ziel ist der Pokalsieg. Trotzdem haben wir Elfmeter geübt", gibt sich Lok-Coach siegessicher. Übrigens unterlag der eingangs erwähnte nordirische Klub vor 19 Jahren mit 0:5 in Probstheida, 10 000 Zuschauer waren dabei. Lang, lang ist`s her.
Leipziger Volkszeitung
26.08.2004 Bereits 300 Karten für Lok-Premiere verkauft!
Die Euphorie der Probstheidaer Fans kennt offenbar auch in Liga elf keine Grenzen. Zum ersten Pflichtspiel des neugegründeten 1. FC Lok Leipzig im Stadtpokal gegen TSV Böhlitz-Ehrenberg (Liga acht) gingen mehr als 300 Tickets im Vorverkauf weg. 200 Karten erhielten zudem die Gäste. Lok-Chef Steffen Kubald hält trotz des Ansturms an seiner Prognose von 1500 Besuchern zur Flutlichtpartie morgen (19.30 Uhr) im Plache-Stadion fest. "Wir wollen ins Finale einziehen und in die 2. Kreisklasse aufsteigen", verkündet er als Saisonziel. Das Weiterkommen im Pokal sei wegen der Einnahmen wichtig. Die Spannung indes steigt auch bei den Böhlitz-Ehrenbergern. "Dieses Spiel ist ein Höhepunkt für uns", meint Ralf Schmidmaier, Trainer und gleichzeitig Abteilungsleiter des TSV, "Wer hätte schon gedacht, dass wir mal eine Pflichtpartie gegen diesen Verein bestreiten. Wir wollen uns aber nicht abschlachten lassen." Deshalb hat er den namhaften Gegner aus Liga elf gleich zweimal beobachtet.


Norbert Töpfer
Bild Zeitung
25.08.2004 1:3 - Lok dampft Premiere entgegen!
Nur noch zwei Tage bis zum ersten Pflichtspiel des 1.FC Lokomotive. Freitag (19.30 Uhr/Plache-Stadion) ist unter Flutlicht Stadtligist Böhlitz-Ehrenberg Gegner im Stadtpokal. Klubchef Steffen Kubald: "Wir rechnen mit 1500 Fans. Mindestens." Wäre bei fünf Euro Eintritt (Gegengerade drei Euro) eine satte Stange Geld für den Elftligisten. Frisst das Flutlicht aber die Kohle nicht gleich wieder auf? Kubald winkt ab: "Wir betreiben es durch ein Dieselaggregat. Da wird es nicht so teuer." Das allerdings war bis gestern noch defekt ... Die Generalprobe für Lob gab`s gestern beim Bezirksmeister SSV Stötteritz. 1:3 ging`s vor 330 Fans aus. Wulftange (3./Foulelfer), Walther (12.) und Kretzschmar (81.) trafen für den SSV, Richter verkürzte zwischendurch (54.). Wimberger musste zudem mit Oberschenkelzerrung raus.


André Schmidt und Ronny John
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