Leipziger Volkszeitung
16.10.2017 0:0 – Budissa bleibt für Lok eine harte Nuss
Bautzen. Bei Lok steht die Null, hinten und vorn. Im Land der Sorben holten die Blau-Gelben gestern einen Punkt und rutschen auf Rang vier der Regionalliga-Tabelle. „Wir haben kein hochklassiges Spiel gesehen. Der Fußball blieb bei den Zweikämpfen auf der Strecke“, fasste Heiko Scholz, Coach der Blau-Gelben, zusammen. Kumpel Torsten Gütschow ergänzte: „Wir haben uns den Punkt verdient.“

Budissa bleibt für die Loksche eine harte Nuss. Im elften Aufeinandertreffen gingen die Probstheidaer das zehnte Mal nicht als Sieger vom Platz. An einem gibt es derzeit nichts zu rütteln. Lok hat der Viererkette Ade gesagt. Ein Trio hält hinten den Laden dich. Markus Krug bildet mit Robert Zickert und Peter Misch den Dreierriegel. Mit den Windhunden Marcel Trojandt und Robert Berger, die nach hinten und vorn gleichermaßen hecheln, wird die zur Fünferwand.

Allerdings hat die Konstellation einen Nachteil. Mit einem Pass in die Schnittstelle kann die hochstehende Abwehr ausgehebelt werden. Keeper Benjamin Kirsten hielt Lok auch in Bautzen über Wasser. Vor 1163 Zuschauern rettete er in Minute 38: Ryan Malone dämmerte auf der Müllerwiese weg und spielte die Pille dem Gegner in die Füße. Kirsten machte die Katze. Kurz darauf muste der 30-Jährige seine 182 Zentimeter Körpergröße ausfahren, um einen Kopfball vor der Linie wegzufischen. „Da können wir uns wieder bei Benny bedanken, der derzeit in einer überragenden Form ist“, lobte Heiko Scholz.

Nur in der 20. Minute wäre Kirsten chancenlos gewesen. Den Budissa-Freistoß aus 23 Metern klärt Malone. Womit die beiden wohl quitt sein dürften.
Aber bei Lok ging auch was nach Vorne. Malones Punch wird von Maik Ebersbach abgewehrt (8.). Zianes Kopfball landet auf dem Netz (16.).

In Halbzeit zwei nehmen die Teams von Scholz und Gütschow das Tempo raus. Bis auf eine Kopfballchance von Loks Kapitän Krug, der gestern noch mit seiner Holden im Ballon über Nordsachsen schwebte, war nicht viel los.
Alexander Bley
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14.10.2017 Gütschow gegen Scholz - Duell der Dynamo-Kumpels
TIM SCHLEGEL

Budissa Bautzen Sonntag (13.30 Uhr) gegen Lok Leipzig. Das Regionalliga-Spiel ist auch das Premieren-Duell zweier Dynamo-Kumpels auf der Trainerbank.

Gütschow gegen Scholz!

„Wir sind beide in Görlitz geboren, waren schon als Kinder zusammen im Trainingslager“, verrät Budissa-Trainer Torsten Gütschow (55). Und Lok-Coach Heiko Scholz (51) ergänzt: „Dazu vier herrliche Jahre bei Dynamo. Danach sind wir verschiedene Wege gegangen, haben uns aber nie aus den Augen verloren.“

Verrückt: Morgen gönnt sogar jeder dem anderen den Sieg! Gütschow: „Das ist wirklich so. Ein echt komisches Gefühl.“ Und eins steht jetzt schon fest: nach den 90 Minuten sind beide sofort wieder dicke Tinte.

Gütschow: „Dann gönnen wir uns zusammen ein Landskron.“ Scholz: „Wenn Horscht´l ein Bier für mich übrig hat, bin ich dabei...“
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13.10.2017 Neuer Job bei Lok - Zimmerling tritt als Co-Trainer an
ANDRÉ SCHMIDT

Nun steht er beim 1. FC Lok auch mit auf dem Trainingsplatz.

Matthias Zimmerling (50), seither Scout beim Viertligisten, unterstützt Trainer Heiko Scholz nun auch als Assistent. Das war schon länger klar, verschob sich jedoch aufgrund einer Erkrankung. Jetzt ist Zimmerling wieder hergestellt – und happy: „Ich bin dem Verein und Heiko sehr dankbar, dass ich diese Chance bekomme.“ Zimmerling selbst hat sich mit seinen Gegneranalysen schon bezahlt gemacht. Lok ist nach zehn Spielen Dritter.

Indes wirft das Pokal-Achtelfinale gegen Bautzen erste Schatten voraus. Das wird nämlich höchstwahrscheinlich auf den 1. November (19 Uhr) verlegt – weil zuvor am Reformationstag das Spiel der BSG Chemie gegen Zwickau von der Polizei abgesichert werden muss.
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06.10.2017 Im Pokal gegen Niesky - Hanf hüpft bei Lok ins Tor
ANDRÉ SCHMIDT

Freitagabend will der 1. FC Lok Niesky was husten!

Der Landesligist – ein vermeintlich leichter Gegner auf dem Weg ins Pokal-Achtelfinale. Zumal das Heimrecht getauscht wurde. Gespielt wird ab 19 Uhr im Plache-Stadion. Niesky (Trainer ist Ex-Chemie-Sportchef Uwe Kuhl) erhält dafür von den Einnahmen fünf Prozent mehr als die übliche Hälfte.

Lok, letzte Saison Pokal-Finalist, nimmt den Gegner, nicht auf die leichte Schulter. Trainer Heiko Scholz: „Die haben gute Jungs. Es zählt erst mal nur, dass wir weiter kommen.“

Dennoch wird er bisschen was probieren. Christopher Hanf (22) beginnt im Tor. Und Toni Hartmann (18) in der Abwehr. Für beide ist es der erste Pflichtspiel-Einsatz im Lok-
Trikot – heute übrigens im besonderen Pokal-Style (navyblau, goldener Druck). Das kann natürlich auch gekauft werden.
Leipziger Volkszeitung
06.10.2017 Sachsenpokal: Aus 32 Mannschaften mach’ 16
Weiterkommen und abhaken – das ist das erklärte Ziel von Lok Leipzig heute Abend (19 Uhr) gegen Eintracht Niesky. Dabei haben die Probstheidaer ein beinhartes Programm in den Knochen. Englische Woche nennt sich das: Neustrelitz, Cottbus, Niesky. Müde Beine gleich müder Kopf? „Du musst konzentriert sein“, sagt deshalb folgerichtig Heiko Scholz. Der Lok-Trainer wird rotieren, einigen Jungs eine Verschnaufpause gönnen.

Dass das nicht unbedingt schlecht ist, haben die Blau-Gelben bewiesen. Gegen den Sachsenligist aus der Lausitz wird Christopher Hanf im Tor stehen. Vor ihm wird sich eine Viererkette formieren – das vertraute System wird wieder aufgebaut. Uwe Kuhl (53), Trainer von Eintracht Niesky und von 2015 bis 2016 übrigens sportlicher Leiter bei Chemie: „Ich werde den Jungs sagen, sie sollen es genießen, mal vor einer größeren Kulisse zu spielen. Wir wollen Fußball spielen, und dabei möglichst nicht den Arsch voll kriegen.“ Mit einer ausgeglichenen Bilanz (3 Siege, 1 Remis, 3 Niederlagen) belegt sein Team in der Sachsenliga den 10. Platz. Fehlen wird dem Coach Stürmer Jonathan Schneider. Niesky warf bisher den BSV Sebnitz (7:6 n. E.) und die Liga-Kollegen von Stahl Riesa (3:1) aus dem Wettbewerb.
ALEXANDER BLEY
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05.10.2017 Dreiste Diebe bei Lok
Wer hat den Elfmeterpunkt geklaut?
ANDRÉ SCHMIDT

Wer macht denn so was?

Dreiste Diebe klauten beim 1. FC Lok den Anstoßpunkt sowie den Elfmeterpunkt vor der Anzeigetafel.

Lok-Vize Alexander Voigt bestätigt: „Das passierte bereits in der Nacht vom Sonntag auf Montag. Wir gehen davon aus, dass es Lok-Fans waren, die sich ein spezielles Souvenir sichern wollten.“

Dafür spricht zumindest: Beide Punkte wurden fein säuberlich heraus geschnitten. Warum das jedoch mitten in der Saison ohne erkennbaren Grund passierte, bleibt wohl ein Rätsel. Voigt: „Wir werden jedenfalls keine Anzeige erstatten.“

Platzarbeiter verfüllten die fehlende Grasnarbe mit Erde, so dass der Schaden vorm Spiel gegen Cottbus halbwegs behoben war und fast gar nicht mehr auffiel.

Apropos Schaden: Die 8000 Euro Geldstrafe, die Lok nach den Randalen in Bischofswerda an den Verband zahlen muss, sollen auf die Täter umgelegt werden.

Rund 20 Personen wurden bis jetzt von der Polizei identifiziert. Lok hat bereits Akteneinsicht beantragt. In Kürze sollen die Rechnungen an die Randalierer raus gehen.
Leipziger Volkszeitung
04.10.2017 Fix und fertig, aber glücklich
Lok Leipzig knöpft Energie am Tag der Einheit in leidenschaftlicher Manier einen Punkt ab

Leipzig. Die Liste der Versehrten bei Lok ist lang: Christian Hanne, Steffen Fritzsch, Maik Salewski, Nils Gottschick und Sascha Pfeffer. Dazu noch die gesperrten Ryan Malone und Paul Maurer. Viele Wahlmöglichkeiten hatte Heiko Scholz nicht wirklich gegen den Überflieger der Regionalliga Energie Cottbus gestern zum Feiertag aufzubieten. Ohne sieben, Spiel acht. Und dennoch können die Blau-Gelben aus Probstheida feiern. „Wir haben das dritte Mal zu Null gespielt. das macht Mut“, resümierte Benjamin Kirsten, der den Punkt kurz vor knapp für sein Team mit einer Glanzparade festhielt.

Und ganz nebenbei hat Lok aus einer Not eine Tugend gemacht. Mit einer Dreierkette, die sich zu einem Fünferriegel wandelte, mauerte sich Leipzig nicht etwa zum Punkt, sondern erkämpfte sich diesen beim 0:0 gegen Energie Cottbus im Bruno-Plache-Stadion redlich. Vor allem, weil die Lausitzer gar nicht so recht wusste, wie sie ihr Spiel aufziehen sollten. „Wir haben Cottbus zwar keine Niederlage zugefügt, aber wir sind die ersten in dieser Saison, gegen die sie nicht gewonnen haben. Das ist aller Ehren wert“, sagte Keeper Kirsten.

Energie kam nicht in Tritt, weil Lok-Trainer Scholz mit zwei Stürmern – Djamal Ziane und Matus Lorincak – früh attackierte und unheimlich viele Meter machte. Zudem entlasteten sich die Probstheidaer selbst, indem sie Angriffe fuhren. In der 9. Minute hätte sich Lok vor 5589 Zuschauern für das Engagement belohnen können. Nach einer Ecke von Paul Schinke köpfte Robert Zickert den Ball am langen Pfosten vorbei. Kapitän Markus Krug kam einen Schritt zu spät, um den Ball noch über die Linie zu spitzeln. Aber richtig brandgefährlich wurde es vor dem Kasten von Advo Spahic nicht. „Wir haben nicht viele Chancen kreieren können“, fasste es dementsprechend auch Scholz zusammen. „Aber ich bin zufrieden, wir sind die erste Mannschaft, die Cottbus Paroli geboten und ihnen einen Punkt abgeknöpft hat“, fügte der gut gelaunte Trainer an.

Zwar kam auch Energie selten zu Chancen, die waren aber brandgefährlich. In der 31. Minute wurde mit einem Pass in die Tiefe der Lok-Riegel ausgespielt. Lasse Schlüter spazierte mutterseelenallein auf Kirsten zu, der zu einer Mauer versteinerte, an dem die Pille abprallte. Kurz nach der Pause verpassten Björn Ziegenbein und Kevin Weidlich jeweils per Kopf die Führung. Der Lausitzer Zug nahm in der zweiten Hälfte mehr Fahrt auf. Aber die zündende Idee fehlte dennoch.

„Wir haben hinten nix zugelassen, aber vorn auch nicht so viele Chancen erspielt, wie sonst. Den Rest hat Kirsten gut gehalten“, beobachtete Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz. Und: „Lok hat sehr intensiv und leidenschaftlich verteidigt.“ Einzig der Schuss von Malte Karbstein kurz vor Abpfiff gefährdete die Punkteteilung.

Die beiden Kontrahenten konnten sich mit dem Remis anfreunden. „Pele“ Wollitz: „Zehn Spiele 28 Punkte, 28:2 Tore.“ Scholz: „Wir haben ohne Sieben gespielt, ich bin stolz auf den Punkt.“ Lok bleibt mit 18 Zählern Dritter, schiebt sich nach der 1:2-Niederlage des BFC Dynamo gegen Meuselwitz weiter an den Tabellenzweiten heran. Und zudem: Am Freitag im Sachsenpokal gegen Niesky sind die M&M’s Malone und Maurer wieder zurück.

Loks Nachwuchs konnte sich gestern über eine 1000-Euro-Spende der LVZ Post freuen. Die verlor ihre Wette. 2151 frankierte Karten und damit 151 mehr als gefordert, wurden von den Lokis im Stadion in die blauen Briefkästen geworfen.
ALEXANDER BLEY
Leipziger Volkszeitung
02.10.2017 Ohne M&M’s gegen Energie
Die Lokomotiven Maurer und Malone müssen nach Sieg in Neustrelitz am Dienstag gegen Cottbus pausieren
Leipzig. Wie wäre die Welt wohl ohne die bunte Schoko-Erdnuss aus dem Hause der Herren Mars & Murrie? Mit Sicherheit um etwas Süßes ärmer. M&M’s stehen auch in Probstheida hoch im Kurs. Im Speziellen beim 1. FC Lok. Nur geht es da nicht um Nüsse und Schokolade, sondern um Maurer & Malone. Die wohl derzeit heißesten Eisen im Feuer der „Loksche“.

Paul Maurer (21) verzaubert die Fans mit sensationellen Freistößen und punktgenauen Flanken. Das brachte dem Flügelläufer in dieser Saison bereits vier Torvorlagen und drei Buden ein. Spannemann Ryan Malone (25) sieht nicht nur aus wie der Hulk – lediglich die grüne Farbe fehlt – sondern geht auch so brachial zur Sache. Einwürfe wie Flanken, Schüsse, bei denen man lieber die Birne einzieht – fünf Treffer für Lok brachte das bisher ein. „Die beiden sind derzeit an allen Toren beteiligt“, bringt es Kapitän Markus Krug auf den Punkt. Der 29-jährige Verteidiger ist eine Bank in der Lok-Abwehr und profitierte in Neustrelitz sogar von dem kongenialen Mittelfeld-Duo. Vergangenen Freitag, Spielminute 26: Maurer flankt, Krug köpft. 2:0. „Endlich mal wieder ein Regionalligator“, freute sich der baumlange Verteidiger. Bereits in der 6. Minute profitierte Malone von Maurers Vorarbeit. Es läuft bei den Blau-Gelben. Platz drei in der Regionalliga. Nur der BFC Dynamo und Energie Cottbus können es besser. Und Energie schiebt sich morgen ins Plache-Stadion (14.35). Und ausgerechnet da fehlen die M&M’s. Malone sah bei der TSG die fünfte Gelbe. Maurer nach einer Rangelei gar Rot.“Wenn du 2:0 führst, darfst du dich nicht provozieren lassen. Das war ’ne Dummheit, das weiß er selbst und damit ist das erledigt“, kommentierte das Captain Krug.
Dumm vor allem, weil Trainer Heiko Scholz nun noch zwei weitere Offensivkräfte weniger zur Verfügung stehen. Neben den Verletzten Sascha Pfeffer, Nils Gottschick, Steffen Fritzsch, Maik Salewski und Christian Hanne fehlen gegen die Offensivpower aus der Lausitz nun auch die beiden.

„Wir werden nicht bunkern, dann ist es eine Frage der Zeit, bis du einen kriegst. Bei Energie spielen auch nur Menschen, die können auch nicht immer gewinnen“, sagt Djamal Ziane. „Wir haben Respekt, aber keine Angst, haben gegen Cottbus immer gut ausgesehen“, sagt der 25-Jährige. Der übrigens in der Lausitz mit Nocken besohlt wurde.
ALEXANDER BLEY
Leipziger Volkszeitung
30.09.2017 Rote Karte trübt Freude bei Lok
2:0-Sieg in Neustrelitz nach starker erster Halbzeit / Feldverweis für Paul Maurer / Dienstag gegen Cottbus

Neustrelitz/Leipzig. Die erste Halbzeit hui, die zweite, hmmm, sagen wir mal nicht ganz so hui: So salopp lässte sich das 2:0 des 1. FC Lok Leipzig gestern Abend bei der TSG Neustrelitz zusammenfassen. Ryan Malone in der 6. und Markus Krug in der 24. Minute trafen für die Leipziger. Die hätten im Norden noch viel höher gewinnen können. Denn im ersten Durchgang reihte sich Chance an Chance. Die besten: Maik Georgis Hammer aus 28 Metern verfehlte das Tor nur um Zentimeter (21.), kurz vor dem Pausenpfiff köpfte Robert Zickert den Ball aus fünf Metern freistehend (!) übers Tor. Zu dem Zeitpunkt hätte das das 3:0 sein können, auch damit wären die harmlosen Neustrelitzer noch gut bedient gewesen.

Für die 559 Zuschauer – darunter rund 100 Leipziger – blieb es ein Geheimnis, warum die Gäste in Halbzeit zwei so ganz anders zur Sache gingen als noch im ersten Durchgang. Das Match verlor an Attraktivität, Lok beschränkte sich aufs Verwalten. Waren die Probstheider schon in Gedanken beim Hit gegen Cottbus und auf Schonung bedacht? „Nein, nein“, wehrte Lok-Coach Heiko Scholz ab. „Wir haben diszipliniert verteidigt und nichts anbrennen lassen.“ Aber nur fast, denn dann passierte doch noch was. Minute 74: Paul Maurer verlor den Ball an der Mittellinie, es gab plötzlich eine Rangelei, da wurde geschubst und diskutiert. Die Schiedsrichter berieten sich, dann sah Maurer die Rote Karte. Scholz: „Sehr ärgerlich. Und der beteiligte Neustrelitzer hat nur Gelb gesehen ...“

Fünf Minuten später noch ein Aufreger: Nach einer Neustrelitz-Ecke von der rechten Seite köpfte ein Neustrelitzer den Ball ins Lok-Tor. Doch Entwarnung – Schiedsrichter Robert Wessel pfiff Abseits. Auf­atmen bei den Leipzigern, die das Match locker nach Hause brachten. Wegen der starken ersten Hälfte verdient der Sieg auch das Prädikat verdient. „Mir war dreimal wichtiger, hier die drei Punkte zu holen, als dass wir am Dienstag was reißen. Denn Cottbus spielt in einer anderen Liga, aber hier mussten wir gewinnen“, meinte Heiko Scholz. Die rote Karte für Paul ­Maurer war jedoch mehr als der berühmte Wermutstropfen, der Ex-Cottbusser wird gegen seinen alten Verein fehlen, wie auch Ryan Malone (fünfte Gelbe Karte).
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Am Dienstag (14.35 Uhr) biegt Ligadominator Energie Cottbus in Probstheida ein. 4000 Karten für den Schlager gegen die Lausitzern sind bei Lok schon über den Tresen gegangen. Mit 5500 Fans rechnet Geschäftsführer Martin Mieth. Mehr könnten es problemlos auch werden.Denn die Blau-Gelben dürfen nunmehr 10 900 Zuschauer ins Bruno lassen.

Die, die auf jeden Fall da sind, können ihrer „Loksche“ neben der Unterstützung noch einen weiteren großen Gefallen tun. Denn die LVZ Post wettet, dass die Lokis es nicht schaffen, im Stadion 2000 Postkarten in die blauen Briefkästen zu werfen. Die müssen von den Fans nur ordentlich adressiert werden. Karten und Porto stellt die LVZ Post. Wenn das gewuppt wird, bekommt der Nachwuchs postwendend 1000 Euro. Falls die 2000 Karten im Stadion nicht zusammenkommen, müssen Spieler und Trainer an die Stanze. Im Logistikzentrum in Stahmeln wird dann eine Stunde fleißig die Post sortiert.
Uwe Köster/Alexander Bley
Bild Zeitung
29.09.2017 Gegen Neustrelitz im Kader - Pommer hat wieder Spaß
ANDRÉ SCHMIDT

Dieser verdammte Rücken!

Gleich nach dem Auftakt bei Chemie Leipzig (29. Juli) wurden die Schmerzen so schlimm, dass Neuzugang Maximilian Pommer (20) seitdem keine Minute mehr für den 1. FC Lok Leipzig auf dem Platz stand. Soll sich heute ändern. In Neustrelitz steht Pommer erstmals wieder mit im Kader.

„Die Probleme sind noch nicht ganz behoben. Ich laufe noch etwas unrund“, gibt der aufgeweckte junge Mann zu. „Aber ich brauche das nächste Spiel – für meinen Kopf.“ Und um wieder Spaß zu haben. Fußball ist sein Leben.

Hartnäckige Entzündungen in kleineren Gelenken führen zu diesen Schmerzen, die mit Physiotherapie und Medikamenten behandelt werden. Trainer Heiko Scholz (51) ahnt: „Max kann sich auf der Größe eines Bierdeckels drehen. Der hat Bewegungen drauf wie kein anderer. Von daher werden auch die Gelenke anders beansprucht.“

Geduldig will er ihn deshalb aufbauen. Heute bestenfalls ein paar Minuten ran lassen. Denn auch beim Vorletzten will Scholz kein Risiko eingehen: „Drei Punkte in Neustrelitz sind drei Mal wichtiger als ein Sieg gegen Cottbus.“

Der Spitzenreiter kommt Dienstag zu Lok.
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