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15.02.2019 LOK GEGEN FÜRSTENWALDE - Joppe will Gegner verwirren
MARTIN CZURA

Mit neuem System zu neuer Stärke!

Lok Leipzig startet Sonntag (13.30 Uhr) gegen Fürstenwalde in den Rest der Saison. Und Teamchef Björn Joppe (40) setzt auf die einstudierte Variabilität seiner Mannschaft.

„Das Ziel soll sein, den Gegner zu verwirren“, erklärt er. Im Winter wurden verschiedene Spielsysteme einstudiert, die einen attraktiveren und offensiveren Fussball garantieren sollen. Kevin Schulze (27), gelernter Verteidiger, findet sich beispielsweise im Sturm wieder.

„Ich hoffe die neue Position bringt auch einen Wandel in der Wertschätzung durch die Fans" wünscht sich Joppe. Die hatte Ex-Nordhäuser Schulze bis jetzt nicht wirklich.

Bei Lok sind fast alle Mann an Bord. Lediglich Toni Hartmann (20) wird nach Pfeifferschen Drüsenfieber behutsam aufgebaut.
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02.01.2019 NEUER LOK-KAPITÄN ROBERT ZICKERT - Wir wollen Platz 5 und den Pokal
Er war Kapitän in Cottbus und Markranstädt. Und ist es ab sofort auch beim 1. FC Lok. Robert Zickert (28) übernimmt vom langjährigen Spielführer Markus Krug.

BILD: Klingt nach keiner einfachen Nachfolge...

Zickert: "Ich war ja schon drei Jahre Vertreter von Markus. Wir haben ein freundschaftliches Verhältnis. Ich werde versuchen, seine Funktion bestmöglich weiterzuführen. Trotzdem wird Markus immer eine Lok-Ikone bleiben. Die Fans identifizieren sich total mit ihm. Er spielt seit zehn Jahren bei Lok. Das schaffe ich, glaube ich, nicht."

BILD: Ist die Binde Ehre oder Last?

Zickert: "Bei so einem großen Verein Kapitän zu sein, ist immer mit Stolz verbunden."

BILD: Wie läuft die Ansprache vorm Spiel?

Zickert: "Markus hat uns vor wichtigen Spielen in der Kabine immer heiß gemacht. Der kann das auch wirklich gut. Wenn ich das Gefühl habe, dass die Mannschaft mich mental braucht und ich muss mal was sagen, dann mache ich das. Vorm Anpfiff machen wir einen kleinen Kreis, wo ich den Jungs noch mal was mitgebe. Sinngemäß das: Wenn alle 100 Prozent geben, kann uns eigentlich fast keiner schlagen kann."

BILD: Wie läuft die Seitenwahl?

Zickert: "Wenn wir gewinnen, frage ich unseren Torwart, auf welcher Seite er lieber spielen will – zum Beispiel wegen des Windes oder der tiefstehenden Sonne."

BILD: Was ist drin bis zum Ende der Saison?

Zickert: "Es ist brutal eng. Wir haben uns nach dem schlechten Start und der emotionalen Trennung von Trainer Heiko Scholz, der für viele fast eine Vaterfigur war, wieder raus gezogen. Nun wollen wir uns von unten so schnell wie möglich weiter absetzen. Platz 5 am Ende ist für mich realistisch– wenn wir mit Demut rangehen und im Kopf klar bleiben.

BILD: Ist der Pokalsieg drin?

Zickert: "Wir stehen im Halbfinale. Ab da ist alles möglich. Klar ist Chemnitz die Überfliegermannschaft in der Regionalliga. Trotzdem sage ich: Wir wollen ins Finale und diesen Pokal gewinnen. Mit Lok im DFB-Pokal zu spielen wäre für die Fans und auch wirtschaftlich für den Verein ein extremes Zubrot."

BILD: Spielt Lok 2020 in der 3. Liga?

Zickert: "Lok hat das Potenzial dafür. Die Fan-Base ist da, die Tradition. Verein und Mannschaft sollten sich aber im Gleichschritt entwickeln. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen."
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09.10.2018 Im Pokal will Lok die Saison retten - Der nächste Sieg ist Pflicht
ANDRÉ SCHMIDT

Nach seinem ersten Sieg als Chef-Trainer des FC Lok spendierte Björn Joppe (39) der Mannschaft zwei freie Tage.
Ab Dienstag wird wieder gearbeitet – für den Pokal-Samstag gegen Hainsberg.
Der Klub aus Liga 7 darf aus Sicherheitsgründen nicht daheim spielen, was es für Lok noch einfacher macht und den Charme des Landespokals komplett verschwinden lässt. Schade drum.
Dafür kann Lok nix. Und Joppe sagt dann, was man vor so einem Spiel eben sagt: „Wir haben vor jedem Gegner Respekt. Aber klar ist es eine Pflichtaufgabe.“
Den Pokalsieg hatte sich Lok zu Saisonbeginn zum Ziel gesetzt. Und wie gut sich so was rechnet, zeigt sich gerade beim Lokalrivalen BSG Chemie. Zudem ist es die einzige Chance, die verkorkste Saison noch irgendwie zu retten.
Fakt schon mal, dass Joppe im Pokal zumindest in der Abwehr nicht groß experimentieren wird: „Die muss sich weiter einspielen, um Sicherheit zu bekommen." Allerdings könnte Benjamin Kirsten (31) erstmals wieder ins Tor zurückkehren. Obwohl er wahrscheinlich nicht viel zu tun bekommt.
Und es ist eine weitere Chance für Kemal Atici (25), seine Torlos-Serie endlich mal zu beenden. Beim 2:0 zuletzt in Bautzen fehlte der Stürmer erkältet.
Die Fans können für 10 Euro (ermäßigt 5) dabei sein.
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05.09.2018 Nach Rot Für Malone Lok Spitzenreiter... ...aber nur in der Treter-Tabelle
ANDRÉ SCHMIDT
Als Ryan Malone (26) kurz vor Schluss gegen den BFC mit Anlauf die Grätsche raus holte, schwante einem nix Gutes. Mit Frust mähte der Lok-Mittelfeldmann den Berliner Lambach um – und sah prompt glatt Rot.

Damit katapultierte der Ami Lok endgültig zumindest in der Treter-Tabelle auf Platz eins. 17 gelbe Karten und nun zwei Platzverweise (Schulze hat seine Sperre gerade abgesessen) hat in nur sechs Spielen kein anderer Klub zu bieten.

Und damit ist Lok auch noch gut bedient. Atici zum Beispiel hatte großes Glück, in den letzten beiden Spielen nicht ebenfalls vom Platz zu fliegen.

Entgleisungen, die sicherlich dem Frust (nur Platz 12) geschuldet – aber nicht entschuldbar sind. Vor allem aber schnell abgestellt werden müssen, um sportlich wieder aufs richtige Gleis zu kommen.
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04.09.2018 Trotz schlechtestem Saisonstart - Lok-Boss steht noch hinter Trainer Scholz
STEN HORNIG
Lok in der Krise! Nach der Pleite beim BFC (0:1) ist der schlechteste Saisonstart seit dem Wiederaufstieg 2016 perfekt.

Präsident Thomas Löwe (51) ist nach sieben Punkten aus sechs Spielen enttäuscht: „Bei uns klaffen derzeit Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Niemand kann sich den Leistungsabfall erklären.“
Statt wie angekündigt vorn mitzuspielen, liegt Lok elf Punkte hinter Spitzenreiter Chemnitz. Trainer Heiko Scholz (52) hat trotzdem (noch) das Vertrauen.

Löwe: „Ich bin sicher, dass das Team und die Trainer die nächsten anderthalb Wochen intensiv arbeiten, gegen Erfurt eine Reaktion zeigen und sich mit Unterstützung der Fans aus dem Tal befreien.“ ► Mittwoch (18.30 Uhr) testet Lok beim SV Zöschen.
Leipziger Volkszeitung
03.09.2018 Gebrauchter Tag für den 1. FC Lok
Regionalligist mit 0:1-Pleite beim BFC / Ryan Malone sieht Rot / Nur sieben Punkte aus sechs Partien

Berlin. Stürmer Matthias Steinborn entschuldigte sich bei den Fans, Trainer Heiko Scholz war von seinen Führungsspielern bitter enttäuscht und Präsident Thomas Löwe sprach offen von einer „Krise“. Der 1. FC Lok kehrt mit leeren Händen vom Berlin-Gastspiel zurück, verlor nach einer ganz schwachen ersten Halbzeit mit 0:1 (0:1) beim BFC Dynamo. In der Tabelle der Regionalliga Nordost hängt die „Loksche“ mit sieben Zählern aus sechs Partien weiter im Niemandsland fest.

Der schlechteste Saisonstart seit dem Wiederaufstieg 2016 – trotz geschaffener Profibedingungen. „Anspruch und Wirklichkeit klaffen bei uns derzeit meilenweit auseinander“, sagte Löwe. „Jetzt haben Trainer und Mannschaft eineinhalb Wochen Zeit zum Arbeiten. Wir hoffen gegen Erfurt (12. September/Bruno-Plache-Stadion – d. Red.) auf eine klare Reaktion.“ Heute will sich Löwe mit der sportlichen Leitung zusammensetzen, um die dritte Saisonpleite auszuwerten. „Vielleicht sind unsere gesteckten Ziele ein bisschen zu viel, vielleicht ist der Druck zu hoch“, rätselte Scholz angesichts der Leistung.

Seine Schützlinge kamen vor 1.107 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark vor allem in Hälfte eins erschreckend harmlos daher. Die einzige Chance vergab Ryan Malone mit einem knapp über die Latte fliegenden Freistoß (45.). Die Weichen auf Niederlage stellte Marc Brasnic schon nach drei Minuten. Nach einem Pass von Otis Breustedt, der sich an der Seitenlinie gegen drei Blau-Gelbe durchgesetzt hatte, schob er locker ein. „Das Zweikampfverhalten beim 0:1 war eine Katastrophe“, kritisierte Scholz.

Die Probstheidaer zeigten sich nach dem frühen Schock zwar bemüht. Im Angriffsdrittel blieben sie jedoch harmlos. Der BFC, bei dem der Grimmaer Neuzugang Ronny Garbuschewski ein ordentliches Debüt feierte, hätte nach 26 Minuten sogar erhöhen können. Doch Brasnic vergab nach einem Bock von Innenverteidiger Patrick Wolf frei vor Goalie Christopher Hanf. Scholz war nach den ersten 45 Minuten sichtlich bedient. „Es hatten gerade mal vier Spieler Normalform.“

Mit Sascha Pfeffer und Nicky Adler (für Sindik und Atici) schickte er nach einer Kabinen-Standpauke zwei Routiniers aufs Feld. Die Blau-Gelben zeigten sich prompt engagierter, machten vorne die Bälle fest. Steinborn verpasste aus spitzem Winkel. Kurz darauf verzog Pfeffer aus der zweiten Reihe. Nur: Die gefährlicheren Abschlüsse erarbeitete sich weiter der BFC: Brasnic zwang Hanf zu einer Glanzparade.

Lok ließ vorne trotz größerem Engagement die letzte Konsequenz vermissen. Adler verpasste einen Flugkopfball (57.), Ex-BFCler Steinborn trat im Strafraum zweimal über den Ball (65.) Der einschussbereite Nils Gottschick wurde im letzten Moment vom Leder getrennt. Steinborns Kopfball (77.) nach Pfeffer-Flanke flog knapp am Tor vorbei. Lok besaß dieses Mal nicht die Mittel, um sich von der frühen kalten Dusche zu erholen.

„Wir hatten gegen Babelsberg mit das beste Spiel gemacht seit Jahren. Und dass wir dann eine Woche später so aufdribbeln, das ist eigentlich unfassbar“, fasste Scholz zusammen. Zum allem Überfluss kassierte Ryan Malone in der 88. Minute nach einem Foul glatt Rot. Eine etwas harte Entscheidung, aber sie passte zu diesem gebrauchten Tag für den 1. FC Lok.
THOMAS FRITZ
Leipziger Volkszeitung
07.08.2018 Reaktion nach Berlin-Klatsche: Lok empfängt Bischofswerda
1:4-Pleite schmerzt noch immer / Gegen zweikampfstarken Aufsteiger will Lok anderes Gesicht präsentieren

Über den vergangenen Freitag wollen sie beim 1. FC Lokomotive Leipzig schon gar nicht mehr sprechen. „Das war wie ein Freitag der 13. für uns“, meinte Stürmer Matthias Steinborn. „Das Ergebnis hab ich schon vergessen“, ergänzte Trainer Heiko Scholz. Er sei hiermit erinnert: 1:4 hieß es am Ende bei Viktoria Berlin. Der schicke Saisonstart hat damit einen Kratzer bekommen, auch wenn Scholz sagt: „Ich will nicht wegen einem Spiel die Arbeit von sechs Wochen in den Dreck ziehen“.
Doch der Schock sitzt noch immer tief. Unisono betonen Scholz und Steinborn: „So habe ich meine Mannschaft noch nie spielen sehen“. Die Fans werden auf eine Wiederholung ebenfalls verzichten können. Immerhin unterstützen sie den Verein weiter. Mit knapp 1100 wurden so viele Dauerkarten verkauft wie noch nie.
Umso schöner, dass die Scharte der Pleite schon vier Tage später – nämlich heute – vor eigenem Publikum ausgemerzt werden kann. „Umso schöner, dass wir eine Englische Woche haben“, meinte Steinborn. Aufsteiger Bischofswerdaer FV reist in die Messestadt. „Eklig“, beschreibt Steinborn den Gegner. Er erwartet viele giftige Zweikämpfe. „Wir wollen um jeden Preis gewinnen“, sagt „Steini“, wie der Stürmer in der Mannschaft genannt wird. Der 29-Jährige warnt: „Das ist kein Fallobst, dass da kommt“.
Das weiß auch Trainer Heiko Scholz, der am Nachmittag noch die Infos eines Scouts bekam. Vorher wurde fleißig Videomaterial gesichtet. Über die Aufstellung wird dann erst heute entschieden. Dabei fehlen noch ein paar angeschlagene und verletzte Spieler. Für Patrick Wolf kommt das Spiel heute wohl zu früh, am Sonntag bei Union Fürstenwalde könnte er aber wieder eine Option werden. Nils Gottschick wurde von Trainer Scholz für seine Leistung in der Trainingswoche gelobt, auch Maik Salewski ist ein Kandidat für die Startelf. So könnte es durchaus ein paar Veränderungen geben.
Benjamin Kirsten ist weiter außen vor (siehe Extra-Story), Djamal Ziane trainiert zumindest wieder mit der Mannschaft. „Wir haben ihn so eingebaut, dass er es gar nicht merkt“, grinst Scholz. Ziane trägt ein Extra-Leibchen und darf von den Mitspielern nicht attackiert werden, damit sein lädierter Knöchel nicht weiter in Mitleidenschaft gezogen wird.
So oder so will Lok gegen Bischofswerda nichts anbrennen lassen, um die Ansprüche auf einen Spitzen-Platz in der Regionallliga Nordost zu untermauern. Der BFV ist dabei noch eine Wundertüte: Zusammen mit Rathenow stellt Bischofswerda den auf dem Papier schwächsten Kader. Im ersten – und bisher einzigen – Saisonspiel konnte sich die Truppe von Trainer Erik Schmidt trotzdem ein respektables 1:1 gegen Bautzen in Unterzahl erkämpfen.
Um es heute besser zu machen, muss der Total-Ausfall in Berlin vergessen werden. „Wir haben es bereits im Bus angesprochen“, mein Torjäger Steinborn. „Es herrscht ganz klar eine ‚Jetzt-erst-Recht’-Mentalität“.

Causa Kirsten: „Wir müssen wach sein“

Leipzig. Benjamin Kirsten ist weiter verletzt. Deshalb schließt Trainer Heiko Scholz eine Nachverpflichtung nicht mehr aus, obwohl die Kaderplanung eigentlich als abgeschlossen galt. „Wir müssen wach sein“, meinte der Trainer, als er von der Leipziger Volkszeitung auf das Thema angesprochen wurde. Kirsten war schon Ende der vergangenen Saison vier Spiele ausgefallen – Lok holte in dieser Phase nur einen Punkt. Ersatzmann Christopher Hanf zeigt zwar immer wieder ordentliche Ansätze, patzte zuletzt gegen Viktoria Berlin entscheidend. Mit Lukas Wenzel kam im Sommer ein 19-jähriges Torwart-Talent aus Nürnberg. Ob die beiden Kirsten-Ersatzmänner aber gehobenes Regionallliga-Format haben, darf angezweifelt werden. Also schaut sich Lok derzeit um, damit im Falle eines Falles reagiert werden kann.
Bei Kirsten gibt es immerhin erste Entwarnung. Der kaputte Meniskus muss nicht operiert werden. Allerdings plagen den Schlussmann noch Nervenschmerzen, er kann daher sein Bein nicht immer richtig kontrollieren. Wann der Torwart zurückkehren wird, ist deshalb aktuell völlig unklar. Sollte er bis Ende des Monats – dann schließt auch das Transferfenster – nicht wieder mit dabei sein, will Lok noch mal nachlegen. „Dann würden wir was machen“, bestätigt Scholz dieses Szenario.
FABIAN HELD
Leipziger Volkszeitung
06.08.2018 Ein Ergebnis für alle "Träumer"
Lok-Coach Scholz findet auch an der Niederlage Positives

Das 1:4 des 1. FC Lok Leipzig am Freitagabend bei Viktoria Berlin hat Heiko Scholz die Laune gründlich verhagelt. Dennoch hatte die Niederlage für den Lok-Coach etwas Gutes. „An der 1:4-Klatsche zu Anfang der Saison kann man positiv sehen, dass alle Träumer ganz schnell wieder unten sind. Jedes Spiel müssen wir hart erkämpfen. Das ist das einzige Gute, dass man am Anfang der Saison ein paar Ansatzpunkte hat“, sagte Scholz. Abwehrprobleme, Offensivschwäche, er hat einige gesehen.
Schon in der Anfangsphase hatten die Leipziger Glück, nicht zeitig in Rückstand geraten zu sein. Hanf, Zickert und Berger retteten in höchster Not. Nach einer halben Stunde gelang den Gastgebern dann doch die verdiente Führung, als Scharkowski aus gut 20 Metern einnetzte. Lok gelang durch ein schönes Freistoßtor von Malone postwendend der Ausgleich. Doch drei Minuten vor der Pause gelang Viktoria durch eine Freistoß-Bogenlampe aus fast 40 Metern die erneute Führung.
Lok-Keeper Christopher Hanf sah dabei gar nicht gut aus. „Ich habe ich auf eine Flanke spekuliert, der Treffer geht ganz klar auf meine Kappe“, erklärte der Torhüter dazu. In Halbzeit zwei gab es keine Torchance für die Gäste, die Berliner erhöhten durch Tore von Scharkowski (63.) und Soyak (80.) schließlich auf 4:1.
„Wir haben in der Höhe verdient verloren. Das Ergebnis spricht mehr als 1000 Worte. Wir haben die ersten 20 Minuten der ersten Halbzeit komplett verschlafen. Wir haben Glück, dass wir nicht gleich zwei Mal in Rückstand geraten. Nach dem 0:1 sind wir mit dem Ausgleich relativ gut zurückgekommen. Wir waren dabei, das Spiel so langsam in den Griff zu bekommen – und kriegen dann so einen Sonntagsschuss. Dann sind wir nicht mehr so richtig reingekommen. Das dritte und vierte Tor haben wir selbst aufgelegt. Das ist bitter“, resümierte Robert Zickert, um eine Kampfansage hinterher zu schieben: „Das wird uns nicht umhauen. Es ist der zweite Spieltag. Es geht weiter.“
Der vom BFC Dynamo nach Probstheida gewechselte Matthias Steinborn fand Trost im frühen Saisonzeitpunkt. „Die Rückkehr nach Berlin habe ich mir so nicht vorgestellt. Wir wollten etwas mitnehmen. Dass es jetzt so ausgegangen ist, ist für uns negativ. Aber zum Glück ist es am Anfang der Saison passiert. Es sind noch 32 Spieltage. Wir haben noch genug Zeit, dass aufzuarbeiten.“ Ob das Team dabei vorangekommen ist, wird sich schon morgen (19 Uhr) zeigen, wenn der Aufsteiger vom Bischofswerdaer FV nach Probstheida kommt.
ukö/M.K.
Bild Zeitung
31.07.2018 LOKS NUMMER 1 PLAGT GEREIZTER NERV - Kirsten schaut von Woche zu Woche
STEN HORNIG
Die gute Nachricht: Der Verdacht eines Meniskus-Einriss bei Torwart Benjamin Kirsten (31) hat sich nicht bestätigt. Die Schlechte: Wann Loks Nummer 1 wieder ins Tor zurückkehren kann, ist offen!
Kirsten zu BILD: „Ich habe einen gereizten Nerv im rechten Knie, muss von Woche zu Woche schauen.“
Während seine Team-Kollegen am Montag bei 34 Grad im Training schwitzten, schuftete Kirsten daheim in Dresden für seine Rückkehr.
Er erklärt: „Ich bin täglich zweieinhalb, bis drei Stunden in der Reha und arbeite mit Physio Frank Friedl.“
Kirsten weiß, dass Lok diese Saison eine starke Mannschaft hat. Kein Wunder, dass er seinem Team nach dem Auftaktsieg gegen Meuselwitz (3:0), auch Freitag bei Viktoria Berlin etwas zutraut – auch ohne ihn...
Bild Zeitung
12.07.2018 3:0-SENSATION Lok knallt Zwickau weg
ANDRÉ SCHMIDT
Das war doch mal eine Ansage an die Konkurrenz! Der FC Lok siegt 3:0 gegen Drittligist Zwickau und bot dabei eine richtig starke Leistung.

Wiederholt gab es Szenenapplaus von den rund 500 Fans. Und auch Halle-Trainer Torsten Ziegner, der auf der Tribüne eine Stadionwurst verdrückte, staunte nicht schlecht. Pfeffer (12.), Malone (21.) und Steinborn (27.) vergeben ihre Chancen zunächst. Nach einer Ecke von Pfeffer spitzelt Ex-Berliner Steinborn dann doch die verdiente Führung über die Linie (36.).
Stark auch Lok-Torwart Kirsten, der gegen Lauberbach (30.) und Bonga (45.) und auch später souverän zur Stelle ist.
Steinborn legt aus sechs Metern das 2:0 nach (56.) und wird von den Fans spontan schon als Fußballgott abgefeiert. Nach 63 Minuten macht er Platz für Ex-Zweitligaprofi Nicky Adler, der zunächst auf der Bank saß. Das zeigt, wie stark der Kader in dieser Saison ist. Nach einem Konter trifft der ebenfalls eingewechselte Gottschick noch zum 3:0 (89.).
Der NOFV hat die ersten drei Spieltage terminiert. Lok startet am 28. Juli (13.30 Uhr) gegen Meuselwitz. Am 3. August (19 Uhr) wird bei Viktoria Berlin, am 7. August (19 Uhr) gegen Bischofswerda gespielt.
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